Dieses Bild, entdeckt in einer Klosterkapelle auf einem spontanen Spaziergang in Ushguli (Georgien), hat mich tief berührt. Und obwohl ich es längst fotografiert (und in meinem Kopf abgelegt) hatte, die Frau beschäftigte mich … und siehe da:
Königin Tamar ist eine zentrale Figur in der Geschichte Swanetiens und ganz Georgiens, deren Herrschaft als das Goldene Zeitalter gilt. Der Legende nach befand sich ihre Sommerresidenz in Ushguli.
Tamar war die erste weibliche Herrscherin Georgiens und wurde aufgrund ihrer Macht auch „Mepe“ = König genannt. Unter ihr erreichte das Königreich den Höhepunkt seiner Macht. Tamar modernisierte Politik, Wirtschaft und Kultur. Sie schuf Gerichte, gegen deren Entscheidungen Widerspruch bei einem Obersten Gerichtshof eingelegt werden konnte, und schaffte die Todesstrafe und die Verstümmelung von Straftätern ab. Auch ließ sie Kirchen und Klöster errichten, unterstützte Wissenschaftler, Dichter und Künstler, und baute Schulen und Verkehrswege.
Ach, wenn sie doch noch wirken würde!